05.10.2017

Kleines MĂ€dchen ĂŒberwindet große Krankheit – mit Hilfe modernster Technologie

Erstmals konnten maßgefertigte Elektroden von CorTec bei einer Epilepsie-Operation am UniversitĂ€tsklinikum der Goethe-UniversitĂ€t Frankfurt eingesetzt werden: Die SiebenjĂ€hrige Patientin ist seither anfallsfrei.

Epilepsie ist eine extrem belastende Erkrankung, ganz besonders fĂŒr Kinder wie die SiebenjĂ€hrige  Nora. Ihr Alltag war bislang von bis zu 30 derart starken epileptischen AnfĂ€llen pro Tag geprĂ€gt, so dass Nora hĂ€ufig bewusstlos wurde und stĂŒrzte. Da die AnfĂ€lle nicht vorhersehbar waren und jederzeit sehr plötzlich auftreten konnten, musste Nora rund um die Uhr ĂŒberwacht werden, um ihr im Notfall beizustehen und zu verhindern, dass sie sich wĂ€hrend eines Anfalls verletzt.

Dank einer neuen Technologie konnte Nora nun am Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie (ZNN) des UniversitĂ€tsklinikums Frankfurt geholfen werden.  Maßgefertigte Grid-Elektroden von CorTec unterstĂŒtzten die prĂ€-operative Diagnostik dabei, das erkrankte Hirngewebe zu identifizieren, das die AnfĂ€lle auslöste, um es anschließend operativ zu entfernen. Eine Vielzahl von Elektroden-Kontakten deckte dabei das betroffene Hirnareal passgenau ab. Dies ermöglichte eine optimale Lokalisation des erkrankten Gewebes gegenĂŒber benachbarten gesunden Arealen, die bei der anschließenden Operation möglichst geschont werden sollten.

Über mehrere Tage hinweg wurde Noras Gehirn ausfĂŒhrlich ‚kartografiert‘, um gesunde und kranke Hirnareale genau zu identifizieren.  In einer fĂŒnfstĂŒndigen Operation konnte der Neurochirurg Dr. Thomas Freiman am ZNN daraufhin die problematische Gehirnregion gezielt entfernen.

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„Die besondere Weichheit und FlexibilitĂ€t der Elektrode von CorTec sowie ihr individueller Zuschnitt auf die Patientin haben den schwierigen chirurgischen Eingriff bei diesem Kind enorm erleichtert“, berichtet Freiman. „Dabei hat sich die Elektrode als ĂŒberaus schonend und gewebefreundlich erwiesen. Auch nach zehn Tagen Implantation wurde die Elektrode vom Körper noch außergewöhnlich gut toleriert. UnerwĂŒnschte Nebenwirkungen, wie zum Beispiel sonst hĂ€ufig auftretende Blutungen habe wir nicht beobachtet.“

Der Erfolg des chirurgischen Eingriffs ist beachtlich: Seit der Operation vor einem Monat hatte Nora keine AnfÀlle mehr. Seit Beginn ihrer Krankheit war das noch nie vorgekommen. Jetzt freut sie sich auf eine sechs-monatige Rehabilitation, in der sie sich erholen und Entwicklungsschritte aufholen kann. Es deutet alles darauf hin, dass die Operation mit Hilfe neuester Technologie die Erkrankung besiegt hat. Der kleinen Patientin eröffnen sich damit beste Perspektiven auf ein normales Leben als Kind wie spÀter auch als Erwachsener.

 

Mehr ĂŒber Epilepsie-Behandlung am Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie am UniversitĂ€tsklinikum Frankfurt

Download der vollstÀndigen Pressemitteilung: CorTec_Pressemitteilung_03-2017

23.07.2013

CorTec schließt 2. Finanzierungsrunde ab

Knapp zwei Jahre nach der Seed-Finanzierung verkĂŒndet CorTec den Abschluss einer weiteren Investment-Runde. Als neue Investoren kommen M-Invest und die KfW Bankengruppe hinzu. Die Investition soll die MarkteinfĂŒhrung von AirRay, dem ersten CorTec-Produkt, unterstĂŒtzen. DarĂŒber hinaus plant das Unternehmen, mit seinem Implantat auf Basis der Brain Interchange Technologie baldmöglichst in die klinische Phase zu starten.

„Mit M-Invest haben wir einen tatkrĂ€ftigen Investor gefunden, der uns mit großem Engagement auch in unternehmerischen Fragen unterstĂŒtzt“, kommentiert CorTec-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Dr. Jörn Rickert den Abschluss. „Dass außerdem die KfW diesen Schritt mit uns mitgeht, freut uns ganz besonders. Diese Investment-Runde wird uns einen entscheidenden Schritt in Richtung der Zulassung unseres hochinnovativen Closed-Loop Systems voranbringen.“

Die Brain Interchange Technologie von CorTec ermöglicht die Messung und Stimulation von GehirnaktivitĂ€t im chronischen Einsatz. Das System arbeitet dabei in einem geschlossenen Kreislauf (Closed Loop): Es ĂŒberwacht die Reaktionen des Gehirns und berechnet seine weiteren AktivitĂ€ten auf Basis dieser Daten. Systeme dieser Art, zumal in vergleichbarer Kanalzahl, befinden sich bislang noch nicht auf dem Markt. CorTec ist damit Wegbereiter einer großen Innovation auf dem Feld der Neurotechnologie.

Mit AirRay bringt CorTec bald eine verbesserte Elektrode fĂŒr die klinische Diagnostik und Forschung auf den Markt. Dank eines speziellen laser-basierten Fertigungsverfahrens ist die Elektrode dĂŒnner und flexibler als momentan verfĂŒgbare Produkte. FĂŒr eine noch prĂ€zisere Messung kann eine große Anzahl an Mikro-Kontakten eingefĂŒgt werden, ohne die FlexibilitĂ€t der Elektrode zu beeintrĂ€chtigen.

Bisherige Investoren bei CorTec sind der High-Tech GrĂŒnderfonds (HTGF), die LBBW Venture Capital und K & S W Invest. Das Unternehmen erhĂ€lt daneben Fördermittel vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) und ist als Industrie-Partner am Exzellenz-Cluster BrainLinks-Brain Tools der UniversitĂ€t Freiburg beteiligt.

Download der Pressemitteilung:

CorTec_Pressemitteilung_01-2013

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Investoren von CorTec

24.05.2012

CorTec stellt Beirat vor

Ein halbes Jahr nach Start der Seed-Finanzierung stellt CorTec nun seinen Beirat vor. Das dreiköpfige Gremium, bestehend aus Dr. Caroline Fichtner, Prof. Thomas Stieglitz und Prof. Ulf Ziemann hat seine Arbeit jĂŒngst aufgenommen.

„Wir sind sehr erfreut, einen derart hochkarĂ€tigen Beirat fĂŒr uns gewonnen zu haben“, erklĂ€rt Dr. Jörn Rickert, einer der beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer von CorTec. „In dieser Besetzung ergĂ€nzen sich die BeirĂ€te mit ihren verschiedenen fachlichen Kompetenzen perfekt.“

Dr. Caroline Fichtner ist als Senior-Investmentmanagerin fĂŒr den High-Tech GrĂŒnderfonds tĂ€tig und kennt CorTec schon seit der GrĂŒndungsphase. Prof. Thomas Stieglitz hat den Lehrstuhl fĂŒr Biomedizinische Mikrotechnik am Institut fĂŒr Mikrosystemtechnik (IMTEK) der UniversitĂ€t Freiburg inne. Er unterstĂŒtzt die Entwicklungsarbeit von CorTec von Anfang an mit seinem Know-How und ist GrĂŒndungsgesellschafter des Unternehmens.

Neu zum CorTec-Kreis hinzugekommen ist Prof. Ulf Ziemann. Der Mediziner ist seit 01. Mai dieses Jahres Direktor der Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt vaskulĂ€re Neurologie am UniversitĂ€tsklinikum TĂŒbingen. Mit seiner Forschungsarbeit steht er der technologischen Entwicklung von CorTec thematisch sehr nahe. „Dass wir Professor Ziemann fĂŒr uns begeistern konnten, freut uns umso mehr als wir mit ihm einen renommierten Experten aus der klinischen Forschung und Praxis als Ratgeber hinzubekommen“, kommentiert Jörn Rickert.

Der Beirat hat sich bereits zu seiner Auftaktsitzung zusammengefunden. Das Gremium berĂ€t CorTec kĂŒnftig in strategischen Fragen.

Download der Pressemitteilung:
CorTec_Pressemitteilung_01-2012

Mehr Infos zum Beirat:
Beirat von CorTec

10.10.2011

CorTec startet mit Seed-Finanzierung

Der High-Tech GrĂŒnderfonds, der  Seedfonds Baden-WĂŒrttemberg und die K & S W Invest investieren bei CorTec in die Zukunft der Neurotechnologie. CorTec entwickelt eine neurotechnologische Plattform zur Messung und Stimulation von GehirnaktivitĂ€t. Das Seed-Investment ermöglicht es dem jungen Unternehmen , seine Technologie fĂŒr den klinischen Einsatz weiterzuentwickeln und zur Marktreife zur fĂŒhren.

„Der Plattform-Charakter macht unser System ausgesprochen vielseitig. Uns steht eine große Zahl von Anwendungsmöglichkeiten offen“, erklĂ€rt Dr. Jörn Rickert, einer der beiden GeschĂ€ftsfĂŒhrer von CorTec. „Wir können am Gehirn messen und stimulieren. Mögliche Einsatzbereiche unseres Systems liegen damit beispielsweise in der Therapie von Chronischem Schmerz, in der Rehabilitation – vor allem nach Schlaganfall oder bei hohem Querschnitt – bzw. in der Steuerung von Hilfsmitteln wie etwa RollstĂŒhlen und Kommunikationssystemen“, ergĂ€nzt Prof. Thomas Stieglitz  vom Institut fĂŒr Mikrosystemtechnik (IMTEK) der UniversitĂ€t Freiburg, zukĂŒnftiges Beiratsmitglied und GrĂŒndungsgesellschafter.

Mit diesem Entwicklungsprojekt betritt CorTec neurotechnologisches Neuland. Ähnliche derzeit verfĂŒgbare Systeme wie etwa der Tiefenhirn-Stimulator zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, eignen sich in erster Linie zur Stimulation. Ein zuverlĂ€ssiges, alltagstaugliches System zur dauerhaften Messung von GehirnaktivitĂ€t ist bislang noch nicht am Markt, ebenso wenig eine Technologie, die Messung und Stimulation kombinieren kann.

„Uns hat auf der einen Seite die Innovationshöhe und das Potential der CorTec-Plattform begeistert, auf der anderen Seite der nahe Markteintritt mit CorTecs ersten Produkten ĂŒberzeugt.“ erlĂ€utert Dr. Caroline Fichter, Senior Investmentmanagerin beim High-Tech GrĂŒnderfonds, die InvestitionsgrĂŒnde des Fonds. „Zudem freuen wir uns, das CorTec-Team mit unserem Coach Klaus WĂŒrtenberger verstĂ€rkt zu wissen, der sich nicht nur als Investor, sondern auch operativ als GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei CorTec engagiert.“ Dies bestĂ€tigt Roman Loch, Investmentmanager der LBBW Venture Capital GmbH, die den Seedfonds Baden-WĂŒrttemberg mitmanagt: „Das kompetente Team und die hohe Innovationskraft der Technologie sehen wir als ideale Bedingungen, um das große Potential von CorTec voll auszuschöpfen.“

Zusammen mit dem Seed-Investment des High-Tech GrĂŒnderfonds, des Seedfonds BW und der K & S W Invest erhĂ€lt CorTec öffentliche Fördermittel aus dem KMU-innovativ Programm des Bundesministeriums fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF). Insgesamt stehen dem Unternehmen damit rund 2,4 Mio. € fĂŒr seine Entwicklungsarbeit zur VerfĂŒgung.

Download der Pressemitteilung:

CorTec_Pressemitteilung_01-2011

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