07.11.2019

Strüngmann Gruppe investiert in weitere Expansion von CorTec

CorTec gab heute den Abschluss einer Finanzierung in Höhe von 13 Millionen Euro bekannt. Angeführt wird das Investoren-Konsortium von Santo Venture Capital, der Beteiligungsgesellschaft der Familie Strüngmann. An der Finanzierungsrunde beteiligen sich neben der LBBW Venture Capital mehrere Altgesellschafter. Auf Basis der Investments plant CorTec den nächsten Expansionsschritt mit einem Standort in den USA sowie der Entwicklung der nächsten Generation der Brain Interchange Technologie.

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18.01.2018

Wyss Center und CorTec kündigen Kooperation an

CorTec und das Wyss Center, eine non-profit Organisation für den Transfer von Neurotechnologie mit Sitz in Genf, haben einen Kooperationsvertrag geschlossen. Ziel der Partnerschaft ist es, ein neuartiges Implantat für Monitoring und Stimulation von Hirnaktivität zu entwickeln.

Die Partner kooperieren hinsichtlich der Erforschung, des Designs und der Entwicklung eines Systems für kontinuierliches Langzeit-Monitoring der elektrophysiologischen Hirnsignale für diagnostische und therapeutische Anwendungen.

Das geplante System basierend auf CorTec’s Brain Interchange Technologie soll unter der Haut auf dem Schädel platziert werden. Potentielle Anwendungen liegen im Bereich Epilepsie-Monitoring, Tinnitus-Regulierung auf Basis von neuronalem Feedback, Neuromodulation gegen Dyslexie und andere Störungen.

Der Kooperationsvertrag umfasst die Herstellung neuartiger Elektroden für Stimulation und Monitoring der Hirnaktivität. Er sichert dem Wyss Center darüber hinaus für die Vertragsdauer exklusiven Zugang zu neuartiger Technologie von CorTec hinsichtlich subkutaner Lösungen für die Neuromodulation in einigen vielversprechenden neuen Anwendungsbereichen.

Copyright: Wyss Center

CorTec Brain Interchange ist ein implantierbares Device zur Ableitung und Stimulation von Hirnaktivität, das chronische Closed-Loop Interaktion mit dem Gehirn im Langzeit-Einsatz ermöglicht. Das Multi-Kanal System besteht aus einer implantierten Einheit mit neuronalen Elektroden und einer elektronischen Einheit, die sowohl neuronale Signale digitalisiert wie auch Stimulationsimpulse über die Elektroden an das Nervengewebe sendet. Das System kommuniziert drahtlos mit einer körper-externen Telemetrie-Einheit, die ebenfalls für die Energie-Versorgung zuständig ist. Die Telemetrie-Einheit kommuniziert mit einem Computer, der die Anwendung basierend auf den gemessenen Daten autonom kontrolliert und somit eine bedarfsorientierte Therapie ermöglicht.

„Unsere Partnerschaft mit CorTec könnte weitreichenden Nutzen für viele aktuelle Entwicklungspro­jekte im Bereich Neurotechnologie erzielen. Die bereits existierende Technologie von CorTec zusammen mit der Begeisterung des Unternehmens für Forschung und Innovation macht CorTec zu einem idealen Partner für das Wyss Center“, kommentiert Prof. John Donoghue, Direktor des Wyss Centers, die abgeschlossene Kooperation.

„Am Wyss Center entwickeln wir ein minimal-invasives System für die chronische Ableitung von Hirnsignalen, das ebenso fähig zur elektrischen Stimulation im Rahmen diagnostische und therapeutischer Anwendungen sein wird“, erläutert George Kouvas, Programm-Manager. „Die Kooperation mit CorTec beschleunigt diese Entwicklung und ermöglicht es uns, schneller zu klinischen Studien voranzuschreiten, um Menschen mit Störungen der Hirnfunktion helfen zu können.“

„Innerhalb sehr kurzer Zeit hat das Wyss Center beeindruckende Laboratorien und ein hochqualifiziertes Team aufgebaut, das sich mit Verve an die Entwicklung innovativer personalisierter Neurotherapien macht. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit John Donoghue und seinen Mitarbeitern, um neuartige Therapien zu ermöglichen“, sagt CorTec CEO Dr. Jörn Rickert über die neue Partnerschaft.

Dr. Martin Schüttler, CTO und CEO von CorTec, fügt hinzu: „Bis jetzt konnten viele innovative Therapie-Ansätze in Ermangelung geeigneter Technologie nicht entwickelt werden. Zusammen mit dem Wyss Center können wir diese Lücke basierend auf unserem Brain Interchange System schließen und gleichzeitig die Grenzen unserer aktuellen Technologie erweitern, indem wir neue Methoden und Materialien erforschen.“

Die Weiterentwicklung und Optimierung bestehender minimal-invasiver Langzeit-Monitoring Systeme hat das Potential, eine Vielzahl an neurotechnologischer Anwendungen zu beschleunigen und könnte die Diagnose und Therapie von neurologischen Störungen revolutionieren.

 

Mehr über das Wyss Center

Download der vollständigen Pressemitteilung: CorTec_Pressemitteilung_01-2018

05.10.2017

Kleines Mädchen überwindet große Krankheit – mit Hilfe modernster Technologie

Erstmals konnten maßgefertigte Elektroden von CorTec bei einer Epilepsie-Operation am Universitätsklinikum der Goethe-Universität Frankfurt eingesetzt werden: Die Siebenjährige Patientin ist seither anfallsfrei.

Epilepsie ist eine extrem belastende Erkrankung, ganz besonders für Kinder wie die Siebenjährige  Nora. Ihr Alltag war bislang von bis zu 30 derart starken epileptischen Anfällen pro Tag geprägt, so dass Nora häufig bewusstlos wurde und stürzte. Da die Anfälle nicht vorhersehbar waren und jederzeit sehr plötzlich auftreten konnten, musste Nora rund um die Uhr überwacht werden, um ihr im Notfall beizustehen und zu verhindern, dass sie sich während eines Anfalls verletzt.

Dank einer neuen Technologie konnte Nora nun am Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie (ZNN) des Universitätsklinikums Frankfurt geholfen werden.  Maßgefertigte Grid-Elektroden von CorTec unterstützten die prä-operative Diagnostik dabei, das erkrankte Hirngewebe zu identifizieren, das die Anfälle auslöste, um es anschließend operativ zu entfernen. Eine Vielzahl von Elektroden-Kontakten deckte dabei das betroffene Hirnareal passgenau ab. Dies ermöglichte eine optimale Lokalisation des erkrankten Gewebes gegenüber benachbarten gesunden Arealen, die bei der anschließenden Operation möglichst geschont werden sollten.

Über mehrere Tage hinweg wurde Noras Gehirn ausführlich ‚kartografiert‘, um gesunde und kranke Hirnareale genau zu identifizieren.  In einer fünfstündigen Operation konnte der Neurochirurg Dr. Thomas Freiman am ZNN daraufhin die problematische Gehirnregion gezielt entfernen.

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„Die besondere Weichheit und Flexibilität der Elektrode von CorTec sowie ihr individueller Zuschnitt auf die Patientin haben den schwierigen chirurgischen Eingriff bei diesem Kind enorm erleichtert“, berichtet Freiman. „Dabei hat sich die Elektrode als überaus schonend und gewebefreundlich erwiesen. Auch nach zehn Tagen Implantation wurde die Elektrode vom Körper noch außergewöhnlich gut toleriert. Unerwünschte Nebenwirkungen, wie zum Beispiel sonst häufig auftretende Blutungen habe wir nicht beobachtet.“

Der Erfolg des chirurgischen Eingriffs ist beachtlich: Seit der Operation vor einem Monat hatte Nora keine Anfälle mehr. Seit Beginn ihrer Krankheit war das noch nie vorgekommen. Jetzt freut sie sich auf eine sechs-monatige Rehabilitation, in der sie sich erholen und Entwicklungsschritte aufholen kann. Es deutet alles darauf hin, dass die Operation mit Hilfe neuester Technologie die Erkrankung besiegt hat. Der kleinen Patientin eröffnen sich damit beste Perspektiven auf ein normales Leben als Kind wie später auch als Erwachsener.

 

Mehr über Epilepsie-Behandlung am Zentrum der Neurologie und Neurochirurgie am Universitätsklinikum Frankfurt

Download der vollständigen Pressemitteilung: CorTec_Pressemitteilung_03-2017

23.07.2013

CorTec schließt 2. Finanzierungsrunde ab

Knapp zwei Jahre nach der Seed-Finanzierung verkündet CorTec den Abschluss einer weiteren Investment-Runde. Als neue Investoren kommen M-Invest und die KfW Bankengruppe hinzu. Die Investition soll die Markteinführung von AirRay, dem ersten CorTec-Produkt, unterstützen. Darüber hinaus plant das Unternehmen, mit seinem Implantat auf Basis der Brain Interchange Technologie baldmöglichst in die klinische Phase zu starten.

„Mit M-Invest haben wir einen tatkräftigen Investor gefunden, der uns mit großem Engagement auch in unternehmerischen Fragen unterstützt“, kommentiert CorTec-Geschäftsführer Dr. Jörn Rickert den Abschluss. „Dass außerdem die KfW diesen Schritt mit uns mitgeht, freut uns ganz besonders. Diese Investment-Runde wird uns einen entscheidenden Schritt in Richtung der Zulassung unseres hochinnovativen Closed-Loop Systems voranbringen.“

Die Brain Interchange Technologie von CorTec ermöglicht die Messung und Stimulation von Gehirnaktivität im chronischen Einsatz. Das System arbeitet dabei in einem geschlossenen Kreislauf (Closed Loop): Es überwacht die Reaktionen des Gehirns und berechnet seine weiteren Aktivitäten auf Basis dieser Daten. Systeme dieser Art, zumal in vergleichbarer Kanalzahl, befinden sich bislang noch nicht auf dem Markt. CorTec ist damit Wegbereiter einer großen Innovation auf dem Feld der Neurotechnologie.

Mit AirRay bringt CorTec bald eine verbesserte Elektrode für die klinische Diagnostik und Forschung auf den Markt. Dank eines speziellen laser-basierten Fertigungsverfahrens ist die Elektrode dünner und flexibler als momentan verfügbare Produkte. Für eine noch präzisere Messung kann eine große Anzahl an Mikro-Kontakten eingefügt werden, ohne die Flexibilität der Elektrode zu beeinträchtigen.

Bisherige Investoren bei CorTec sind der High-Tech Gründerfonds (HTGF), die LBBW Venture Capital und K & S W Invest. Das Unternehmen erhält daneben Fördermittel vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und ist als Industrie-Partner am Exzellenz-Cluster BrainLinks-Brain Tools der Universität Freiburg beteiligt.

Download der Pressemitteilung:

CorTec_Pressemitteilung_01-2013

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24.05.2012

CorTec stellt Beirat vor

Ein halbes Jahr nach Start der Seed-Finanzierung stellt CorTec nun seinen Beirat vor. Das dreiköpfige Gremium, bestehend aus Dr. Caroline Fichtner, Prof. Thomas Stieglitz und Prof. Ulf Ziemann hat seine Arbeit jüngst aufgenommen.

„Wir sind sehr erfreut, einen derart hochkarätigen Beirat für uns gewonnen zu haben“, erklärt Dr. Jörn Rickert, einer der beiden Geschäftsführer von CorTec. „In dieser Besetzung ergänzen sich die Beiräte mit ihren verschiedenen fachlichen Kompetenzen perfekt.“

Dr. Caroline Fichtner ist als Senior-Investmentmanagerin für den High-Tech Gründerfonds tätig und kennt CorTec schon seit der Gründungsphase. Prof. Thomas Stieglitz hat den Lehrstuhl für Biomedizinische Mikrotechnik am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg inne. Er unterstützt die Entwicklungsarbeit von CorTec von Anfang an mit seinem Know-How und ist Gründungsgesellschafter des Unternehmens.

Neu zum CorTec-Kreis hinzugekommen ist Prof. Ulf Ziemann. Der Mediziner ist seit 01. Mai dieses Jahres Direktor der Abteilung Neurologie mit Schwerpunkt vaskuläre Neurologie am Universitätsklinikum Tübingen. Mit seiner Forschungsarbeit steht er der technologischen Entwicklung von CorTec thematisch sehr nahe. „Dass wir Professor Ziemann für uns begeistern konnten, freut uns umso mehr als wir mit ihm einen renommierten Experten aus der klinischen Forschung und Praxis als Ratgeber hinzubekommen“, kommentiert Jörn Rickert.

Der Beirat hat sich bereits zu seiner Auftaktsitzung zusammengefunden. Das Gremium berät CorTec künftig in strategischen Fragen.

Download der Pressemitteilung:
CorTec_Pressemitteilung_01-2012

Mehr Infos zum Beirat:
Beirat von CorTec

10.10.2011

CorTec startet mit Seed-Finanzierung

Der High-Tech Gründerfonds, der  Seedfonds Baden-Württemberg und die K & S W Invest investieren bei CorTec in die Zukunft der Neurotechnologie. CorTec entwickelt eine neurotechnologische Plattform zur Messung und Stimulation von Gehirnaktivität. Das Seed-Investment ermöglicht es dem jungen Unternehmen , seine Technologie für den klinischen Einsatz weiterzuentwickeln und zur Marktreife zur führen.

„Der Plattform-Charakter macht unser System ausgesprochen vielseitig. Uns steht eine große Zahl von Anwendungsmöglichkeiten offen“, erklärt Dr. Jörn Rickert, einer der beiden Geschäftsführer von CorTec. „Wir können am Gehirn messen und stimulieren. Mögliche Einsatzbereiche unseres Systems liegen damit beispielsweise in der Therapie von Chronischem Schmerz, in der Rehabilitation – vor allem nach Schlaganfall oder bei hohem Querschnitt – bzw. in der Steuerung von Hilfsmitteln wie etwa Rollstühlen und Kommunikationssystemen“, ergänzt Prof. Thomas Stieglitz  vom Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg, zukünftiges Beiratsmitglied und Gründungsgesellschafter.

Mit diesem Entwicklungsprojekt betritt CorTec neurotechnologisches Neuland. Ähnliche derzeit verfügbare Systeme wie etwa der Tiefenhirn-Stimulator zur Behandlung der Parkinson-Krankheit, eignen sich in erster Linie zur Stimulation. Ein zuverlässiges, alltagstaugliches System zur dauerhaften Messung von Gehirnaktivität ist bislang noch nicht am Markt, ebenso wenig eine Technologie, die Messung und Stimulation kombinieren kann.

„Uns hat auf der einen Seite die Innovationshöhe und das Potential der CorTec-Plattform begeistert, auf der anderen Seite der nahe Markteintritt mit CorTecs ersten Produkten überzeugt.” erläutert Dr. Caroline Fichter, Senior Investmentmanagerin beim High-Tech Gründerfonds, die Investitionsgründe des Fonds. „Zudem freuen wir uns, das CorTec-Team mit unserem Coach Klaus Würtenberger verstärkt zu wissen, der sich nicht nur als Investor, sondern auch operativ als Geschäftsführer bei CorTec engagiert.” Dies bestätigt Roman Loch, Investmentmanager der LBBW Venture Capital GmbH, die den Seedfonds Baden-Württemberg mitmanagt: „Das kompetente Team und die hohe Innovationskraft der Technologie sehen wir als ideale Bedingungen, um das große Potential von CorTec voll auszuschöpfen.“

Zusammen mit dem Seed-Investment des High-Tech Gründerfonds, des Seedfonds BW und der K & S W Invest erhält CorTec öffentliche Fördermittel aus dem KMU-innovativ Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Insgesamt stehen dem Unternehmen damit rund 2,4 Mio. € für seine Entwicklungsarbeit zur Verfügung.

Download der Pressemitteilung:

CorTec_Pressemitteilung_01-2011

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